Laufend durch die Jahreszeiten

Monday, 5. september 2011 1 05 /09 /Sept. /2011 17:42

Heute ist mal wieder Montag. Ich hatte es ja schon in früheren Zeiten hier dokumentiert, wie das bei mir so ist mit dem Montag, wie ungerne ich zur Arbeit gehe usw.

Alles fühlt sich ungleich zäher an als sonst. Heute war mal wieder exakt so ein Tag. So richtig nervig und zog sich scheinbar unendlich in die Länge. Doch der Arbeitstag hatte dann doch irgendwann ein Ende.

 

Zuhause hatte ich gar nicht so rechte Lust zum Laufen. Keine Ahnung warum, aber manchmal ist das halt so. Aber als Täglichläuferin kenne ich das auch und laufe dann trotzdem los. Heute war mein Kopf aber nicht so recht willig. Ob es an dem gestrigen kleinen Berglauf lag oder an was anderes? Ich weiß es nicht. Jedenfalls kam so rechte Lust auch während des Laufes nicht auf.

 

Aber auch das hatte bald ein Ende und ich stand vor meiner Haustür, zückte den Schlüssel, den ich immer in meiner Hand halte und stellte fest: Es war der Falsche! Es war der Büroschlüssel, mit dem ich nicht Zuhause rein komme! Sch... auch das noch! Kennt Ihr so was auch? Passiert mir eigentlich fast nie, aber eben nur fast nie, heute eben doch mal.

 

Zum Glück ist mein Elternhaus mit dem Ersatzschlüssel nur ein paar Häuser weiter. Kurz angeschellt, kurz vom Dilemma erzählt und dann: "Wieso nimmst Du denn den falschen Schlüssel mit? Bist Du heute sooo durcheinander? Du musst doch auch aufpassen! Wenn wir jetzt nicht da wären ...."  Aaaahhh!

 

Wie heißt es doch so schön: Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen!

 

Naja, bin längst Zuhause angekommen, frisch geduscht und alles ist fast vergessen.

Morgen wird bestimmt alles besser!

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Sunday, 4. september 2011 7 04 /09 /Sept. /2011 09:52

Für heute hatte ich mir etwas Besonderes vorgenommen. Ich wollte Rheinhausens höchsten Hügel laufenderweise erklimmen.

 

Gestern war es hier mal wieder ziemlich heiß und auch schwül. In der Nacht hat es sich nicht wirklich abgekühlt. Trotz Gewitter und Regen unterschritt das Thermometer die 20 Grad-Marke nicht. Da draußen war heute morgen schon früh eine Waschküchenluft, die einem den Schweiß aus sämtlichen Poren troeb, auch wenn man sich gar nicht groß rührte. Und ausgerechnet für heute hatte ich mir den Hügellauf vorgenommen.

 

Nun denn, da hilft kein Jammern und kein Zaudern. Man kann sein Tempo den Gegebenheiten anpassen und dann sehen, wie weit man kommt. Früh ging es mal wieder für mich los und zwar in eine ganz andere Richtung als sonst üblich. Ich lief Richtung Volkspark, lief da quer durch bis zur Rheinstraße und die dann ganz durch bis zur Deichstraße und noch ein Stück weiter. Hier ist es wieder ausschließlich grün. Nach einem kleinen Waldstück sind da die riesengroßen Rheinauen, die für Hochwasserzeiten zum Schutz da stehen und jede Menge Wasser aufsaugen können. Hier treffen sich häufig na klar, viele Hunde mit ihren Besitzern, manchmal Schafe, ferngesteuerte Segelflieger und natürlich fahren auf dem Rhein auch viele Schiffe entlang. Jogger und Walker begegnet man hier eher selten. Ich wollte aber heute den kleinen Hügel erklimmen, von dem ich nicht viel wußte außer, dass hier in früheren Jahren als Rheinhausen noch eine eigenständige Stadt war, Müll deponiert wurde. Heute ist hier alles wieder renaturiert worden. Bäume, Sträucher und allerlei Grün wächst hier und mittendrin führt ein Schotterweg immer weiter nach oben.

 

Aufgrund der sehr schwülen Witterungsbedingungen war ich bereits vor diesem Hügel durchgeschwitzt, an mir war keine Pore, keine Stück Haut mehr trocken. Überall an mir floß der Schweiß nur so in Strömen. Ich lief langsam die Steigung hoch, war gespannt, wie weit es hoch gehen würde. Ich war überrascht, es ging ordentlich hoch, so hoch, dass ich es mit dem Fahrrad wohl nicht schaffen würde. Doch ich lief, zwar langsam und mir kurzen Schritten, doch ich lief trotz der schweren drückenden Luft lief ich da hoch. Ich war hier ganz einsam, kein Mensch war hier, nur rechts und links jede Menge Grün und auch viele Kaninchen und Vögel tummelten hier. Es ging im Kreise immer weiter diesen Hügel hoch. Der Weg zog sich auf fast 1 km immer weiter nach oben. Am Ende wurden das Atmen immer schwerer und tiefer, die Beine aufgrund des ungeübten Terrains immer schwerer, doch ich lief weiter, immer schön langsam diesen Weg hoch. Als ich endlich oben war, machte ich eine Pause, so lange, bis die Atmung wieder halbwegs normal war. Schade, gerne hätte ich gewußt, wieviel Höhenmeter ich hier gerade laufenderweise bewältigt hatte. Aber weit und breit war kein Hinweisschild o. ä. zu sehen. Ich genoß aber die Aussicht über den Rhein, sah die nicht weit entfernten Rheinbrücken rechts und links von mir. Auf der anderen Seite konnte man einen schönen Blick über Rheinhausen haben. Immerhin war die Sicht klar, nur die Luft war unglaublich schwül und drückend.

 

Doch das schwerste Stück hatte ich längst hinter mir. Nun kam der ca. 1 km lange Abschnitt. Es macht sehr viel Spaß, hier wieder locker und leicht herunter zu traben. Ich war aber viel schneller wieder unten als mir lieb war. Drei Kilometer weiter war ich dann auch schon wieder Zuhause. völlig durchnäßt vom eigenen Schweiß, die Brille total beschlagen und doch froh und zufrieden über diesen nicht leichten aber doch schönen Lauf.  Es hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht und ist auf jeden Fall eine Wiederholung wert.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Sunday, 28. august 2011 7 28 /08 /Aug. /2011 10:26

Die große Schwüle und Wärme hat ein Ende. Bereits gestern lief es bei mir um vieles besser also noch wenige Tage zuvor. Endlich macht das Laufen wieder Spaß. Man kann befreit  tief ein- und ausatmen, ohne dass es einem eine Last ist. Die Beine laufen wieder locker und leicht, es ist eine wahre Wonne. Die Lauflust war gestern nach nur wenigen Schritten schon wieder da.

 

Heute morgen zeigte mein Balkonthermometer mit 13 Grad an. Es war trocken und auch noch duster. Nur weiter weg ganz hintem am Horizont wurde es langsam hell. Ich frühstückte in Ruhe, machte meine all morgendliche Gymnastik und zog mir die Laufsachen an. Der Rucksack wurde auch parat gemacht, heute soll es mal wieder etwas weiter gehen.

 

Als ich aus dem Hause ging, war es noch immer nicht richtig hell, aber hell genug, dass ich ausreichend sehen konnte. Die Luft war angenehm kühl und frisch. Die ersten Schritte durch den Wald waren eine wahre Wonne für Körper und Geist. Hier war eine Ruhe, ich hörte kein einziges Geräusch, außer die von meinen eigenen Schritten. Es war um diese Uhrzeit (ca. 6.30 Uhr) auch noch kein einziger Mensch unterwegs.  Und es lief so wunderbar leicht und locker und ich spürte große Lauflust in mir.

 

Auch am See war weit und breit noch kein einziger Mensch zu sehen, weder mit noch ohne Hund. Der See lag ruhig da, nur in der Ferne am anderen Ufer konnte man die Umrisse einiger weißer Schwäne sehen. Ich lief meinen üblichen Weg und genoß die Ruhe und Einsamkeit.

 

Später oben in den Feldern war noch immer kein Mensch zu sehen. Ich trottete gemütlich vor mir hin. Ich blickte über die so riesengroßen Felder. Manche waren kahl und abgeerntet, auf anderen steht hoch der Mais und an wieder anderen wächst Gras oder auch schon Gründünger. Die Natur ist wirklich schon weit fortgeschritten. Es ist tatsächlich schon sehr herbstlich. Nur das Grün auf den Bäumen und an den Sträuchern steht noch voll im Saft. Die haben noch immer Hochsommer. Die Brombeerbüsche sind zum größten Teil schon abgeerntet. Nur hier und da sieht man noch schwarze Brombeerfrüchte, die auf Genießer warten.

 

Mittlerweile steht die Sonne hoch am Himmel. Der Himmel ist herrlich blau und die Luft immer noch kühl und frisch. Ein wunderbares Wetter für einen langen Lauf. Auf den Weiden sieht man hier und da ein paar Pferde in aller Ruhe grasen. Wie gerne ich diese Bilder mag! Der Weg, den ich nun laufe, eine asphaltierte Straße, ist diesmal mit einer dicken Schicht Rollsplit bedeckt. Es knirscht gewaltig unter meinen Füßen, hat aber auch den Vorteil, dass der Untergrund nicht ganz so hart ist. Am Ende dieser Straße werde ich zum ersten Mal an diesem Morgen von einem Auto überholt. Aufgrund des Rollsplits ist ein schnelles Tempo für Fahrzeuge nicht möglich. Auch das gefällt mir.

 

Dann folgt ein Fuß- /Radweg ohne Asphalt.  Jedesmal wenn ich hier durchlaufe, hat es fast was majestätisches an sich, wie die großen Bäume rechts und links den Weg säumen. Menschen weder mit noch ohne Hund sind noch immer nicht in meiner Sichtweite. ich genieße weiterhin die Stille und Ruhe an diesen schönen Sonntag Morgen.

Am Wegesrand blühen wilde Blumen in gelb und lila.

 

Nun habe ich die Hälfte meiner heutigen Strecke in etwa geschafft. 1 1/2 Std. bin ich bereits unterwegs. Trotz der mittlerweile prall am Himmel stehenden Sonne läßt es sich noch immer gut laufen. Auch meine Beine traben noch immer locker und leicht ihren Weg. Immer wieder wechseln sonnige und schattige Abschnitte ab. Dann ca 1. km durch den Lauersforter Wald ist es ausschließlich schattig. Hier sind nun einige wenige Menschen unterwegs und unmittelbar hinter diesem Wald die ersten Läufer und Walker. Man grüßt sich freundlich und läuft weiter seines Weges.

 

Jetzt folgt ein normalerweise sonnenreicher Abschnitt, nur ist dieser jetzt nicht so sonnig, weil mittlerweile Wolken aufgekommen sind. Nanu, wo kommen die denn auf einmal her? Egal, mir ist es recht so. Hauptsache es ist nicht mehr so schwül und drückend wie noch vor wenigen Tagen. Es zieht sich immer mehr zu, die Sonne kommt gar nicht mehr durch.

 

Als ich wieder am See angekommen bin, hat die Einsamkeit und Ruhe abrupt ein Ende. Hier trifft man nun alle paar Meter auf Läufer und Walker. Die ersten beiden Walker konnte ich schon von weitem an ihrem klack klack der Stöcke hören, ein nerviges Geräusch finde ich. Aber mein Weg ist nun nicht mehr weit und ich laufe noch immer erstaunlich locker und leicht.

 

Zuhause angekommen kann ich 23,08 km von meinem Garmin ablesen. Ich bin sie ohne Mühe gelaufen.

Es war ein richtig schöner Sonntagmorgen-Lauf und hat mir endlich mal wieder viel Spaß gemacht.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Tuesday, 23. august 2011 2 23 /08 /Aug. /2011 16:34

Nun haben wir doch noch einmal richtig Sommer. Es ist hier sehr oft schwül und warm, immerhin über 25 Grad. Häufig gibt es in den Abend- und / oder Nachtstunden heftige Gewitter mit Starkregen, Sturm, Blitz und Donner. Am nächsten Morgen ist die Luft dann noch immer schwül warm.

 

Heute ist hier genau so ein Tag und eigentlich überhaupt nicht mein Laufwetter. Schon bei den ersten Laufschritten fühlt es sich so bleiern und schwer an. Irgendwie wollen die Beine gar nicht so recht laufen. Dennoch gibt es kein Zurück für mich.

 

Das erste Stück durch den Wald ist noch einigermaßen erträglich. Hier ist fast ausnahmslos alles im Schatten, den vielen großen Bäumen sei Dank. Doch dann folgt ein Stück vorbei an einem Feld. Sogleich schlägt mir die schwüle drückende Hitze entgegen. Doch ich laufe weiter, als machte es mir nichts.

 

Dann bin ich auch schon bald am See. Hier wechseln sich Sonne und Schatten immer wieder ab und es läuft doch einigermaßen. Das Grün steht noch immer voll im Saft. Klar, es hat ja auch genügend geregnet in den letzten Wochen. Die Wasservögel sieht man kaum noch. Ich weiß gar nicht, ob sie überhaupt noch alle da sind oder nicht. Dafür wird der See von vielen Menschen in Badekleidung umsäumt. Sie liegen da auf ihren Decken und Handtüchern. Hier und da steigen Rauchwolken vom bereits angezündeten Grill in die Höhe.

 

Heute wird es nur eine kleine verkürzte Runde geben. Nicht nur meine Beine, auch mein Atem geht mittlerweile recht schwer. Ist eben nicht mein Laufwetter. Dennoch laufe ich weiter, nur eben nicht so weit und auch wirklich sehr langsam. Aber ich laufe, jawoll!

 

Auf dem Rückweg höre ich von weit her dröhnende Musik. Naja, ist nun bald geschafft, das wirklich kleine Ründchen. Heute bin ich echt froh, dass es vorbei ist. Ist eben überhaupt nicht mein Laufwetter!

Sorry!

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Saturday, 30. july 2011 6 30 /07 /Juli /2011 09:28

Dies sind mein allerliebsten Laufschuhe:

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Seit mehr als einem Jahr sind sie mir treue Begleiter gewesen. Es ist natürlich nicht mein einziges Paar Laufschuhe, aber doch das Paar, was mir so oft so treue Dienste geleistet hat.

 

Es war schon im Laden so was wie Liebe auf den ersten Blick. Schon alleine die Farbe entsprach vielmehr meinen Vorstellungen, als die meisten anderen, wo man so viel mehr unnützes Weiß vorfindet. Diese sind in anthrazit so richtig schön geschaffen, um durch Dreck und Matsch zu laufen. Und wenn man erst drin rein schlüpft und sich alles so weich und gemütlich anfühlt, mag man sie gar nicht mehr ausziehen. Die ersten Schritte im Laden waren so, als würde man auf Watte laufen, richtig gut.

 

Nach nur einem kleinen Probelauf nahm ich sie mit zum letzten Lauf bei der Duisburger Winterlaufserie im letzten Jahr im April. Es gab keinerlei Probleme mit ihnen. Mein Vertrauen in diese lieb gewordenen Treter wuchs und immer, wenn ein besonderer Lauf anstand, wenn er etwas länger werden würde, waren diese Schuhe meine erste Wahl. Wir liefen zusammen den Halbmarathon letztes Jahr im Mai in Duisburg und auch am Nürburgring waren sie mir lieb und gut.  Dann wenige Wochen später auch in Breitscheid war es ein gutes Gefühl, 42 km mit ihnen locker und leicht da lang zu traben.

 

Ich trug sie die gesamte Zeit, wo ich in Bad Lippspringe unterwegs war, d.h. von Zuhause und bis ich wieder Zuhause war und die gesamten 62 km dazwischen leisteten sie mir sehr gute Dienste.  Und erst vor zwei Wochen in Breitscheid waren auch diese Schuhe wieder meine einzigen Begleiter, die ganzen 100 km und auch davor und danach. Ich hatte stets ein zweites Paar dabei, doch diese kamen nie zum Einsatz.

 

Ich lief mit ihnen durch allerlei Dreck und Matsch, im Winter über gefrorene Wege manchmal mit Schnee bedeckt. Auch reichlich und harter Asphalt war mit ihnen nicht ganz so hart. Wir liefen bei jedem Wetter, zur jeder Jahreszeit und vor allem die mir ganz besonderen Läufe.

 

Tja, und nun sind damit so viele  wertvolle und mir bedeutende Kilometer vollzogen. Man sieht sie ihnen nicht an, aber ich spüre schon, dass die Dämpfung allmählich verbraucht ist. Meine Füße sind da leider sehr empfindlich und daher wird die Zeit, wo sie mir  ihre vertrauten und sehr geliebten Dienste leisten können, schon bald Geschichte sein. Irgendwie tut es mir richtig leid, dass es nun so ist. Sie einfach so entsorgen, das geht in diesem Fall nicht. Selten habe ich mich in einem einzigen Paar Laufschuhe so wohl gefühlt.

 

Zum Trost wartet aber ein neues Paar Laufschuhe vom exakt den gleichen Typ, mit gleicher Farber usw. darauf, endlich eingeweiht zu werden.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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