Thursday, 29. september 2011 4 29 /09 /Sept. /2011 09:50

Wenn man verreist, braucht der Kopf für das tatsächliche Ankommen länger als der Rest vom Körper. So ist es auch mir ergangen. Als ich schon längst wieder Zuhause war, gingen mir noch viele Dinge von meiner Berlin-Reise durch den Kopf.

Mittlerweile ist aber auch der Kopf wieder Zuhause angekommen. Noch habe ich ein paar Tage frei und genieße vor allem meine Morgenläufe, die ich mehr liebe, als die zu anderen Tageszeiten. Heute hatte ich mal wieder meine Kamera dabei und kann hier ein paar Eindrücke von meiner heutigen Morgenrunde wiedergeben.

 

Schon gleich als ich den Wald verließ und über den holprigen Weg Richtung Töppersee lief, zog mich dieser Anblick in seinen Bann:

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Eine ganz zarte  dünne Nebelschicht lag über dem Feld. Je früher man hier vorbei kommt, desto nebeliger ist es. Die Einstrahlung der aufgehenden Sonne läßt sie allmählich verschwinden. Heute war ich etwas später unterwegs als gestern. Man sieht diese kleine Nebelwand nicht nur, man spürt sie am ganzen Körper, wenn man in dieses Gebiet eintaucht. Die kühle Feuchte umschlingt den ganzen Körper und begleitet einen, bis man dieses Arreal wieder verläßt.

 

Am See angekommen ist es ganz anders. Die Luft ist unglaublich klar, genauso wie der See, der ganz ruhig da liegt.

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Ein paar Wasservögel tummeln sich in aller Ruhe hier und Algen säumen das Ufer. Das Grün von der anderen Uferseite spiegelt sich im Wasser, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Hier läßt es sich sehr gut aushalten und entspannen.

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Eile und Hektik oder gar Lärm sind fehl am Platze. Welch ein schöner Start in den Tag!

 

Es sind wie schon in der ganzen Woche um diese Tageszeit sehr viele Walker unterwegs. Oftmals in Gruppen walkend und schwatzend scheinen sie kaum einen Blick für diese Schönheit der Natur zu haben. Ich bleibe immer wieder mal stehen, genieße diesen Augenblick, mache hier und da ein Foto und trabe gemächlich weiter.

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Ich bin froh, dass ich noch frei habe. Später am Nachmittag dürfte es hier schon wieder ganz anders aussehen. Doch schon bald ist meine Runde fast schon wieder vorbei. Nur noch einmal über den holprigen Weg, wo sich die kleinen Nebelschwaden mittlerweile gänzlich der Sonne ergeben haben. Dann noch einmal durch den Wald, wo die Sonnenstrahlen durch die vielen Bäume immer wieder ihren Weg finden.

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Dann ist meine heutige morgendliche Runde auch schon wieder Geschichte. Das Leben kann so schön sein ohne Arbeit!

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Friday, 23. september 2011 5 23 /09 /Sept. /2011 16:56

Erst hatte ich lediglich ein Ticket für das Musical "Hinterm Horizont" in Berlin gebucht. Man hat ja immer die Hoffnung, dass so eine Reise eine ganz besondere werden wird. Doch wie besonders diese Reise werden sollte, stellte sich erst später so nach und nach und eigentlich erst während der Berlin-Reise heraus.

 

Am Sonntag morgen ging meine Reise in die Hauptstadt unseres Landes los. Die DB fuhr pünktlich los und brachte mich mit nur wenigen akzeptablen leicht verspäteten Minuten am Zielort an. Ich suchte mein Hotel auf und machte mich sogleich bereit für eine erste Begegnung.

 

Mein Weg führte mich mit der Regionalbahn nach Falkensee zu Elke (Laufmauselke), die mich am Bahnhof gemeinsam mit Hartmut dort abholte. Virtuell kennen wir uns, seit es diesen Blog hier gibt. Doch tatsächlich gesehen haben wir uns an diesem Tag in diesem Moment zum ersten Mal. Es ist schön, wenn man sich unter diesen Umständen das erste Mal gegenüber steht und in die Arme schließen kann. Eigentlich kennt man sich und doch irgendwie nicht. Es war, wie bei vielen anderen Treffen unter Täglichläufern wieder einmal sehr schön und herzlich. Bei Kaffee und Kuchen wurden wir schnell vertraut. Man teilt die Liebe zum gleichen Hobby und wir machten uns anschließend auf den Weg zu einem gemeinsamen Lauf.

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Wir liefen trotz leichten aber doch permanenten Regens gemeinsam die Heimlaufstrecke von Elke entlang. Es ging zum See hinunter, wo es sehr schön ist. Täglichläufer lieben ja im allgemeinen die Schönheit der Natur und die Ruhe, die man dort auch gut finden konnte. Es war genau das richtige Ambiente, um sich laufend ein wenig näher zu kommen. Doch wie das so ist, wenn man eine schöne Zeit hat, vergeht diese viel zu schnell und auch dieser Lauf. Viel zu schnell verging der Rest der Zeit, es war schon dunkel und regnete noch immer, als ich mich wieder zurück nach Berlin und ins Hotel begab.

 

Am nächsten Tag erkundete ich dann die nähere Umgebung meiner Unterkunft. Es zog mich zum Brandenburger Tor, Reichstag, Bundeskanzleramt und auch zum Potsdamer Platz, wo ich mir das Theater, wo das Musical aufgeführt wird, schon mal von außen betrachten konnte. Etwas später stand dann die nächste Begegnung unter Täglichläufern an.

 

Ich fuhr mit der S-Bahn bis nach Lichterfelde-Ost, wo ich von Erika (Ika) eine weiteren Täglichläuferin und Blogfreundin abgeholt wurde. Zwischen uns hatte es in diesem Jahr schon eine Begegnung beim 24-Std.-Lauf in BaLi gegeben. Nach einer herzlichen Begrüßung stellten wir beide einvernehmlich fest, dass unser Miteinander und Kennenlernen in BaLi viel zu kurz gekommen war. Umso besser, dass wir das nun für uns nachholen konnten.

 

Nach der Ankunft in Erikas Wohnung machten wir uns schon bald auf den Weg zu einem gemeinsamen Lauf.

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Der Weg von Erikas Heimstrecke führte uns zum Teltowkanal. Hier läßt es sich unter dem Schutz der Bäume wunderbar am Ufer dieses Kanals entlanglaufen. Der Beginn unseres Laufes fand im ehemaligen Westen von Berlin statt. Mittendrin machte mich Erika darauf aufmerksam, dass wir nun vom "Westen" zum ehemaligen "Osten" übertraten. Diverse Hinweisschilder und Info-Säulen markierten den Weg. Hier konnte man nachlesen, wieviele Menschen beim Fluchtversuch ihr Leben lassen mussten. Für mich war das ein sehr bedrückendes Gefühl. Ich versuchte mich vergeblich in die Situation dieser Menschen rein zu versetzen. Was muss wohl in diesen Menschen vorgegangen sein, die obwohl sie diese Lebensgefahr vermutlich kannten, das Risiko eingegangen sind? Wie muss es wohl den Angehörigen ergangen sein, als sie vom Tod dieser Menschen erfahren haben? Und heute ist dies ein Ort, wo man in Ruhe und vor allem völlig gefahrlos einen gemeinsamen Lauf absolvieren kann. Es waren ziemlich gemischte Gefühle in mir.

 

Als wir wieder in Erikas Wohnung ankamen, hatten wir uns bei einer Pizza noch allerlei zu erzählen, bis dass auch diese Begegnung ihr Ende fand. Sie hat mir viel Freude und Spaß bereitet. Es war wieder ein richtig schöner Tag in Berlin für mich.

 

Der nächste Tag begann direkt nach dem Frühstück mit einem Lauf mitten in Berlin für mich. Ich wollte am Ufer des in der Nähe befindlichen Landwehr-Kanals entlang laufen. Allerdings hatte dieser Weg nichts mit der Schönheit der beiden vorherigen Läufe gemeinsam. Es fuhren viele Autos rechts und links von mir vorbei. Das wahre Laufvergnügen von Täglichläufern sieht tatsächlich aber anders aus. So hatte dieser Lauf nach nur ca. 3 km auch ein Ende.

 

Aber das war ja erst der Anfang eines Tages, der noch so viel schöner werden sollte. Ich machte mich dann schon bald auf den Weg Richtung Unter den Linden und weiter ganz gemütlich ging ich zum Alexanderplatz. Viele, viele Touristen säumten den Weg, ettliche Gruppenreisende waren unterwegs. Die Sonne schien, der Himmel war blau, es war viel Betrieb hier in Berlin.

 

Gegen Mittag traf ich dann auf Marcus, dem Täglichläufer und guten Blog-Freund. Virtuell kennen wir uns schon einige Jahre, doch war dies der Moment des ersten persönlichen Kontaktes. Aufgrund der vielen regelmäßigen gegenseitigen Blog-Besuche hatte ich mich auf dieses Treffen ganz besonders gefreut. Als die Grenzen der Virtualität dann endlich gesprengt wurden und wir uns gegenüber standen, war es eine sehr schöne, herzliche und freundliche Begrüßung. Obwohl wir uns noch nie wirklich gesehen und auch noch nie miteinander gesprochen hatten, hatten wir uns sogleich viel zu erzählen. Wir suchten ein in der Nähe befindliches Restaurant auf und hatten nun viel Zeit, uns persönlich kennenzulernen und auszutauschen. Es ist wirklich erstaunlich, wieviel man sich zu erzählen hat. Die Liebe zum Täglichlaufen, zur Natur verbindet mehr, als man sich das virtuell tatsächlich vorstellen kann. Die Zeit, die wenigen Stunden, die wir erzählend miteinander verbrachten,  vergingen wie im Fluge und auch dieses Treffen hatte ein viel zu frühes Ende.

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Schnell noch ein Foto von uns und dann war es schon wieder vorbei mit diesem Treffen.

 

Doch als wieder jeder seines Weges ging, stellte ich fest, dass es eigentlich noch längst nicht vorbei war. Die Herzlichkeit und Freundlichkeit, das Austauschen über Dies und Das beschäftigt mich jedesmal noch sehr lange. Man geht nach solchen Begegnungen nicht so wie man gekommen ist. Man nimm so viel mit vom anderen Menschen. Die Herzlichkeit von solchen Begegnungen trägt man noch so viel länger mit sich. Dass die Bloggerei einmal zu soviel Freude mit anderen Menschen führen könnte, hätte ich mir vor einiger Zeit tatsächlich nicht vorstellen können.

 

Am nächsten Tag lief ich nach meinem Frühstück zunächst Richtung Tiergarten. Hier war meine für heute gewählte Laufstrecke um einiges grüner als noch am Tag zuvor. Mein Weg führte mich kreuz und quer durch das Grün bis zur Siegessäule und später dann zum Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten. DSCN0480

Bei wiederum strahlend blauem Himmel und Sonnenschein konnte man hier die Vorbereitungen für den Empfang des türkischen Staatspräsidenten später am Tage beobachten. Hierfür nahm ich mir jedoch nicht so viel Zeit. Ich lief viel mehr weiter entlang am Spree-Kanal hoch bis zum riesengroßen Gebäude des Kanzleramtes. Auch hier hingen überall türkische Fahnen. Es war wieder mal viel los in Berlin. Ich lief vorbei am Reichstag und dem Brandenburger Tor, schon bald war ich am Potsdamer Platz und dann im Hotel.

 

Am Abend fand dann das Musical statt, auf das ich mich schon lange gefreut hatte. Um 18.00 Uhr war endlich der EinlassDSCN0481 

und um 19.00 Uhr ging die Show los. Ich als großer Udo Lindenberg-Fan habe natürlich schon viele Konzerte von ihm besucht. Hier waren aber heute nicht nur Udo-Fans sondern auch zahlreiche Menschen, die gerne Musicals besuchen. Die Stimmung im Publikum war längst nicht so euphorisch und gut wie bei allen Konzerten, die ich je zuvor besucht hatte. Doch die Show über die Geschichte des Mädchens aus Ostberlin war gut und voller Leidenschaft. Meine Hoffnung, Udo hier vielleicht zu treffen, erfüllte sich leider nicht. Als am Ende noch ein paar Super-Udo-Hits von den Darstellern präsentiert wurden, sprang der Funke dann endlich auf das Publikum über. Endlich musste ich nicht mehr sitzen bleiben, sondern konnte Beifall-klatschend aufstehen. So hatte auch dieser Tag einen schönen Abschluss.

 

Am nächsten Morgen nahm ich dann mein letztes Frühstück ein, zog ein letztes Mal in Berlin meine Laufsachen an und lief eine kleine Runde. Diesmal wählte ich den direkt am Hotel befindlichen Sportplatz. Ich lief ein paarmal hier herum, bis ich meine erforderliche Streak-Distanz zusammen hatte. Danach galt es Koffer packen und mich auf die Heimreise zu begeben. 

 

Auf dem Weg nach Hause mit dem Zug dachte ich vor allem an die vielen unvergesslich schönen Zusammenkünfte unter Täglichläufern. Jede einzelne davon hat diese Reise zu einer für mich ganz besonderen gemacht. Herzlichkeit und Menschlichkeit findet man nicht auf den Straßen und den Mauern einer Stadt, sondern eben in den Herzen bei den einzelnen Menschen. Eine Erfahrung, die mich sehr beeindruckt und glücklich macht. Die Virtualität dieses Mediums hier bietet uns die Möglichkeit solcher tollen unvergesslichen Bekanntschaften, ja eigentlich Freundschaften. Ich habe so unendlich viel Lust, auf noch viel mehr solcher Treffen. Es macht viel, viel Spaß auf Gleichgesinnte fern der Heimat zu treffen.

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Monday, 12. september 2011 1 12 /09 /Sept. /2011 17:29

Nach wie vor ist das Wetter recht wechselhaft. Sonnige und regnerische Tage wechseln sich immer wieder ab und auch die warmen schwülen mit den nicht ganz so warmen.

 

Doch heute gesellt sich auch noch ein recht stürmischer Wind hinzu. Huiii, wie er überall saust und braust, so dass sich die Bäume und Sträucher darin heftigst hin und herwiegen.

 

Der Lauf heute war mit 23 Grad recht warm. Doch der heftige Wind hat die Schwüle weggepustet, so dass es einigermaßen erträglich war. 

 

Blickt man nun in die im Wind tanzenden Bäume, Äste, Blätter und Zweige stellt man fest, sie färben sich nun langsam in herbstliche Töne ein.  Die allerersten werden sogar schon zu Boden gewirbelt. Es sind aber nur vereinzelte. Auf dem Boden findet man aber auch schon reichlich Kastanien und Nüsse. Läuft man an so einer Stelle vorbei,  muss man ein wenig Acht geben, dass man nicht rutscht oder gar umknickt.

 

Und ja, war ich erstmal am See angekommen, nahm der Sturm auch mich ins Visier. Er pustete erst von vorne und der linken Seite, später dann halt von hinten und von rechts her. Die Haare wehen nur so in die jeweilige Richtung, das Laufshirt flattert am Körper. Ja, es ist Herbst geworden, die Menschen bevölkern nun nicht mehr in Massen die Wiesen am See. Es sind nur wenige unterwegs. Die meisten ahnen gar nicht, was sie verpassen, wie es sich anfühlt, wenn der Wind die Wangen umsaust und die Ohren und überhaupt den ganzen Körper. Sie haben nicht den Hauch eine Ahnung davon, wie es ist, wenn er dann von hinten kommt, man die Arme noch ausbreitet und das Gefühl hat, man hebt jeden Moment ab. Es ist herrlich und macht viel Spaß. Kommt er dann von vorne, muss man sich dagegen stemmen und manchmal schwankt man auch ein wenig nach rechts oder links, je nachdem von wo die Böe gerade herkam. Es ist ein wahrer Tanz im Sturm, voller Temperament und Leidenschaft. Das macht Spaß!

 

Der See ist heute alles andere als ruhig. Heute ist kein Spiegelbild hier zu sehen, vielmehr sind da viele kleine Wellen über den ganzen See verteilt immer alle in eine Richtung und in gleicher Intensität. Auch hier wird heftigst getanzt.

 

An manchen Stellen knackt es richtig im Gezweig. Ja, es wird sicher auch viel Bruchholz geben, mindestens. Ein paar der dickeren Äste sind schon vereinzelt am Boden zu sehen. Spontan denke ich bei diesem Anblick an das Lied: Auf die Bäume ihr Affen, der Wald wird gefegt.... Doch das ist ja noch ne ganz andere Jahreszeit.

 

Naja, irgendwann hat jeder Tanz dann auch sein Ende, auch mein heutiger stürmischer Herbsttanz. Mir hat er viel Spaß gemacht. Da draußen wird aber noch immer weiter getanzt, so als wäre die Party noch lange nicht zu Ende.

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Monday, 5. september 2011 1 05 /09 /Sept. /2011 17:42

Heute ist mal wieder Montag. Ich hatte es ja schon in früheren Zeiten hier dokumentiert, wie das bei mir so ist mit dem Montag, wie ungerne ich zur Arbeit gehe usw.

Alles fühlt sich ungleich zäher an als sonst. Heute war mal wieder exakt so ein Tag. So richtig nervig und zog sich scheinbar unendlich in die Länge. Doch der Arbeitstag hatte dann doch irgendwann ein Ende.

 

Zuhause hatte ich gar nicht so rechte Lust zum Laufen. Keine Ahnung warum, aber manchmal ist das halt so. Aber als Täglichläuferin kenne ich das auch und laufe dann trotzdem los. Heute war mein Kopf aber nicht so recht willig. Ob es an dem gestrigen kleinen Berglauf lag oder an was anderes? Ich weiß es nicht. Jedenfalls kam so rechte Lust auch während des Laufes nicht auf.

 

Aber auch das hatte bald ein Ende und ich stand vor meiner Haustür, zückte den Schlüssel, den ich immer in meiner Hand halte und stellte fest: Es war der Falsche! Es war der Büroschlüssel, mit dem ich nicht Zuhause rein komme! Sch... auch das noch! Kennt Ihr so was auch? Passiert mir eigentlich fast nie, aber eben nur fast nie, heute eben doch mal.

 

Zum Glück ist mein Elternhaus mit dem Ersatzschlüssel nur ein paar Häuser weiter. Kurz angeschellt, kurz vom Dilemma erzählt und dann: "Wieso nimmst Du denn den falschen Schlüssel mit? Bist Du heute sooo durcheinander? Du musst doch auch aufpassen! Wenn wir jetzt nicht da wären ...."  Aaaahhh!

 

Wie heißt es doch so schön: Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen!

 

Naja, bin längst Zuhause angekommen, frisch geduscht und alles ist fast vergessen.

Morgen wird bestimmt alles besser!

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Sunday, 4. september 2011 7 04 /09 /Sept. /2011 09:52

Für heute hatte ich mir etwas Besonderes vorgenommen. Ich wollte Rheinhausens höchsten Hügel laufenderweise erklimmen.

 

Gestern war es hier mal wieder ziemlich heiß und auch schwül. In der Nacht hat es sich nicht wirklich abgekühlt. Trotz Gewitter und Regen unterschritt das Thermometer die 20 Grad-Marke nicht. Da draußen war heute morgen schon früh eine Waschküchenluft, die einem den Schweiß aus sämtlichen Poren troeb, auch wenn man sich gar nicht groß rührte. Und ausgerechnet für heute hatte ich mir den Hügellauf vorgenommen.

 

Nun denn, da hilft kein Jammern und kein Zaudern. Man kann sein Tempo den Gegebenheiten anpassen und dann sehen, wie weit man kommt. Früh ging es mal wieder für mich los und zwar in eine ganz andere Richtung als sonst üblich. Ich lief Richtung Volkspark, lief da quer durch bis zur Rheinstraße und die dann ganz durch bis zur Deichstraße und noch ein Stück weiter. Hier ist es wieder ausschließlich grün. Nach einem kleinen Waldstück sind da die riesengroßen Rheinauen, die für Hochwasserzeiten zum Schutz da stehen und jede Menge Wasser aufsaugen können. Hier treffen sich häufig na klar, viele Hunde mit ihren Besitzern, manchmal Schafe, ferngesteuerte Segelflieger und natürlich fahren auf dem Rhein auch viele Schiffe entlang. Jogger und Walker begegnet man hier eher selten. Ich wollte aber heute den kleinen Hügel erklimmen, von dem ich nicht viel wußte außer, dass hier in früheren Jahren als Rheinhausen noch eine eigenständige Stadt war, Müll deponiert wurde. Heute ist hier alles wieder renaturiert worden. Bäume, Sträucher und allerlei Grün wächst hier und mittendrin führt ein Schotterweg immer weiter nach oben.

 

Aufgrund der sehr schwülen Witterungsbedingungen war ich bereits vor diesem Hügel durchgeschwitzt, an mir war keine Pore, keine Stück Haut mehr trocken. Überall an mir floß der Schweiß nur so in Strömen. Ich lief langsam die Steigung hoch, war gespannt, wie weit es hoch gehen würde. Ich war überrascht, es ging ordentlich hoch, so hoch, dass ich es mit dem Fahrrad wohl nicht schaffen würde. Doch ich lief, zwar langsam und mir kurzen Schritten, doch ich lief trotz der schweren drückenden Luft lief ich da hoch. Ich war hier ganz einsam, kein Mensch war hier, nur rechts und links jede Menge Grün und auch viele Kaninchen und Vögel tummelten hier. Es ging im Kreise immer weiter diesen Hügel hoch. Der Weg zog sich auf fast 1 km immer weiter nach oben. Am Ende wurden das Atmen immer schwerer und tiefer, die Beine aufgrund des ungeübten Terrains immer schwerer, doch ich lief weiter, immer schön langsam diesen Weg hoch. Als ich endlich oben war, machte ich eine Pause, so lange, bis die Atmung wieder halbwegs normal war. Schade, gerne hätte ich gewußt, wieviel Höhenmeter ich hier gerade laufenderweise bewältigt hatte. Aber weit und breit war kein Hinweisschild o. ä. zu sehen. Ich genoß aber die Aussicht über den Rhein, sah die nicht weit entfernten Rheinbrücken rechts und links von mir. Auf der anderen Seite konnte man einen schönen Blick über Rheinhausen haben. Immerhin war die Sicht klar, nur die Luft war unglaublich schwül und drückend.

 

Doch das schwerste Stück hatte ich längst hinter mir. Nun kam der ca. 1 km lange Abschnitt. Es macht sehr viel Spaß, hier wieder locker und leicht herunter zu traben. Ich war aber viel schneller wieder unten als mir lieb war. Drei Kilometer weiter war ich dann auch schon wieder Zuhause. völlig durchnäßt vom eigenen Schweiß, die Brille total beschlagen und doch froh und zufrieden über diesen nicht leichten aber doch schönen Lauf.  Es hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht und ist auf jeden Fall eine Wiederholung wert.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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