Laufend durch die Jahreszeiten

Sunday, 9. october 2011 7 09 /10 /Okt. /2011 09:24

Letzte Woche noch liefen alle in kurzer Kleidung draußen herum. Es war weit über 20, sogar über 25 Grad warm, herrlichstes Spätsommerwetter. Doch das hat sich nun geändert. Heute morgen hatten wir hier lausige 5 Grad, immerhin aber trocken. So kramte ich dann zum Laufen nach vielen Monaten mal wieder die etwas dickere Laufkleidung heraus. Ein langärmeliges dickes Laufshirt und eine lange Hose.

 

Die ersten Schritte draußen war ich wirklich sehr froh, dass ich die warmen Sachen an hatte. Ich konnte sie wirklich gut gebrauchen. Ich lief los und heute führte mich mein Weg mal wieder zur Rockeslberghalde am Rhein.

Der Weg führt durch den Volkspark über die Rheinstraße und nach ca. 3 km beginnt der etwa 1000 m lange und 50 m hohe Anstieg.

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Ein teilweise recht grober Kies bildet den Untergrund hier hoch. Links und rechts die herbstlichen Bäume und Sträucher weisen den Weg nach oben.

 

Oben angekommen bieten sich einem schöne Bilder z. B. auf die Brücke der Solidarität:

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Es ist noch früh am Morgen und die Rheinwiesen und das drum herum ist in eine zarte Nebelwolke eingehüllt. Die Sonne zeigt sich in diesem Moment, weshalb ich die Brücke nicht mittig fotografiert habe, da die Sonneneinstrahlung es wohl nicht hätte zustandekommen lassen.

Auf der anderen Seite dann der Blick über Rheinhausen:

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Ganz in der Ferne sieht man den Wasserturm, der Ausgangs- und Endpunkt meiner jeweiligen Läufe ist.

 

Wo es rauf geht, geht es am Ende auch wieder runter, nur runter ist viel schöner und geht daher natürlich auch viel schneller. Eh man sichs versieht, ist man schon wieder unten und es warten noch einmal ca. 3 km Heimweg auf mich.  Die Bewegung an der frischen Luft ist trotz oder vielleicht aus gerade wegen der kühlen Temperaturen eine Wohltat. Ich genieße es und habe meinen Spaß daran.

 

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Wednesday, 5. october 2011 3 05 /10 /Okt. /2011 17:36

Seit gestern ist es wieder so weit. Der Alltag hat mich wieder voll und ganz in seinen großen breiten Armen verschlungen. Man kann sich noch so sehr dagegen wehren. Es nützt nix, er holt einen irgendwann ein und dann ist man wieder voll drin in der Mühle.

 

Wie nach jedem Urlaub, egal wie kurz oder lang er auch immer ist, fällt mir die Arbeit alles andere als leicht. Meine Zimmerkollegin ist nun ein paar Tage nicht da. So war niemand da, der mal irgendwas von meinem Urlaub wissen wollte oder gar, ob es mir gut geht oder vielleicht nicht. Nein, man wird zugeballert mit Arbeit, mit mehr als einem lieb ist und hat zu funktionieren. Ich finde solche Situationen immer ziemlich frustrierend und demotivierend. In erster Linie bin ich doch immer noch Mensch und nicht Maschine und will auch nicht ausschließlich nur funktionieren. Vor allem gestern sehnte ich da natürlich das Arbeitsende und meinen anschließenden Lauf herbei.

 

Gestern wie heute liefen meine Beine erstaunlich gut. Das hatte ich nach anderen Urlauben auch schon anders erlebt. Umso schöner, dass ich das Laufen auch nach dem Dienst so richtig gut genießen konnte. Das Wetter hat sich nun aber ein wenig gewandelt. Der Himmel ist nicht mehr blau sondern grau und die Sonne ist auch nicht mehr zu sehen. Dafür nieselt es ab und zu ein wenig von oben. Aber das macht mir ja nichts aus,sondern ist mir eher recht.

 

Das Laub wird nun immer bunter und so manches fällt auch schon von den Bäumen und Sträuchern herab. Außer mir sind noch einige Läufer und Walker, auch Radfahrer und natürlich Hundeführer unterwegs. Es ist hier mehr Betrieb, als ich vorher dachte. Aber das stört nicht weiter. Nur an einer Stelle war eine größere Gruppe älterer Menschen unterwegs. Als ich an ihnen auf der Wiese im großen Bogen vorbei lief, nahmen sie kaum Notiz von mir, so waren sie in ihren Gesprächen vertieft. Es tat gut, die Leichtigkeit des Laufens genießen zu können.

 

Nur an einer Stelle heute, wo ich noch ca. 1 km den Weg am See entlang zu laufen hatte, stand plötzlich ein Mann mit entblößtem Unterleib im Gestrüp, ein Exhibitionist. Er hatte sich nicht vom Weg abgewandt. Der Anblick, wie er da stand, war ziemlich ekelig. Angst hatte ich keine, aber ich fand diese Situation sehr unangenehm. Ich lief weiter und richtete mein Blick direkt vor meine Füße auf den Weg. Als ein Stück weiter mir ein junger Mann auf dem Fahrrad entgegen kam, hielt ich diesen an und machte ihn auf den "Vorfall" aufmerksam. Er sah auch während seines Weiterradelns noch einmal genau in die Büsche, konnte aber niemanden mehr entdecken. Ein ältere Dame kam mir dann auf dem Fahrrad entgegen. Auch sie hielt ich an und warnte sie vorsichtshalber. Man weiß ja nie und es ist ekelig, so was anzusehen. Sie wählte dann auch einen anderen Weg.

 

Mit den Gedanken bei dieser doofen Szene lief ich den Rest des Weges und war froh, endlich Zuhause zu sein. Man, solche Idioten sind sowas von überflüssig!

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Saturday, 1. october 2011 6 01 /10 /Okt. /2011 10:52

Es ist hier längst kein Geheimnis mehr, dass ich die Morgenläufe ganz besonders gerne mag. Gerade jetzt, wo wir von Petrus so verwöhnt werden sowieso. Heute sollte es mal wieder ein längerer Lauf werden.

 

Noch als es draußen dunkel war, begann ich mit meinen Vorbereitungen dafür: Frühstück einnehmen, Gymnastikprogramm durchziehen, Laufsachen anziehen und los. Es war noch immer nicht richtig hell, doch die ersten Sonnenstrahlen suchten ihren Weg durch die dichten Bäume. Es war herrlich kühl und an manchen Stellen auch wieder ganz leicht nebelig und feucht.

 

Mein Weg führte mich heute mal zum Rhein, erst ein Stück durch die Grünanlage, dann durch den Volkspark, mitten durch die City von Rheinhausen und dann über die Deichstraße schließlich auf den Damm am Deich. Hier gibt es riesengroße Wiesen und Rheinauen, die zu Hochwasserzeiten überschwemmt werden und die Wohngebiete vor den Wassermassen schützen.

 

Meine Beine liefen heute locker und leicht, ich fühlte mich gut und es gab keinerlei Probleme. Oben auf dem Deichkamm waren einige mit ihren Hunden unterwegs. Selten war nur ein Mensch mit einem einzigen Hund unterwegs. Viele hatte zwei, drei oder noch mehr Hunde dabei. Sie waren zum Teil ziemlich groß, aber friedlich und gelassen, als ich an ihnen vorbei trabte. Ja, so ist es recht, so kommen wir miteinander klar. Die Sonne, die nun immer höher stieg, schien von links und leicht hinten. Ich lief bis zur Autobahnbrücke (A40), dann begann der Leinpfad und ein Stück Industriekultur. Der Weg war nun mal gut und mal nicht ganz so gut gepflastert. An einer Stelle war ein großes Containerschiff angedockt und wurde mit einem Wasserschlauch gereinigt. Mittlerweile sind diese Containerschiffe wirklich riesengroß geworden. Ich versuchte mir vorzustellen, wie man wohl früher die Schiffe mit Hilfe von Leinen und Tauen und vermutlich Pferden oder anderen Zugtieren hier entlang zog. Es muss eine wirklich sehr schwere Arbeit gewesen sein.

 

Schon bald hatte der Leinpfad sein Ende und ich musste zur Ruhrorter Brücke hoch, um diese zu überqueren. Auf der anderen Straßenseite ging ein Weg wieder runter zu wieder einmal riesengroßen Rheinauen mit Wald und Grün und einer Ruhe, die sehr wohltuend war. Noch eher ein weiterer km gelaufen war, meine Beine fühlten sich noch immer gut an, lag hier eine große Schafherde. Die meisten Tiere lagen noch ruhig da, es gab hier auch ausreichend Schatten. Ich lief noch ein Stück den holprigen Weg durch die Rheinwiesen und hatte dann auch schon bald bei ca. 11 1/2 km kurz vor Du-Baerl die Hälfte meiner heutigen Strecke erreicht.

 

Ich kehrte um und lief die gleiche Strecke wieder zurück. Nun hatte ich jedoch häufig die Sonne frontal in meinem Gesicht, die Sicht war teilweise dadurch eingeschränkt. Doch heiß war es nicht, sondern gut auszuhalten. Läuft man am Rhein entlang, dem breiten großen Fluß, dann muten die großen Brücken fast schon majestätisch an, wenn man sie von weitem sieht. Nur wenn man ihnen näher kommt und der Lärm der Straßen immer lauter wird, bleibt vom majestätischen nicht mehr viel übrig. Noch einmal über den Deich bis zur Rheinstraße und dann durch den Volkspark wieder nach Hause. Ich bin erstaunt, wie leicht und locker ich die von meinem Garmin angezeigten 23,57 km mittlerweile laufe. 2:58 h war ich heute unterwegs und es hat mal wieder viel Spaß gemacht. :)

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Thursday, 29. september 2011 4 29 /09 /Sept. /2011 09:50

Wenn man verreist, braucht der Kopf für das tatsächliche Ankommen länger als der Rest vom Körper. So ist es auch mir ergangen. Als ich schon längst wieder Zuhause war, gingen mir noch viele Dinge von meiner Berlin-Reise durch den Kopf.

Mittlerweile ist aber auch der Kopf wieder Zuhause angekommen. Noch habe ich ein paar Tage frei und genieße vor allem meine Morgenläufe, die ich mehr liebe, als die zu anderen Tageszeiten. Heute hatte ich mal wieder meine Kamera dabei und kann hier ein paar Eindrücke von meiner heutigen Morgenrunde wiedergeben.

 

Schon gleich als ich den Wald verließ und über den holprigen Weg Richtung Töppersee lief, zog mich dieser Anblick in seinen Bann:

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Eine ganz zarte  dünne Nebelschicht lag über dem Feld. Je früher man hier vorbei kommt, desto nebeliger ist es. Die Einstrahlung der aufgehenden Sonne läßt sie allmählich verschwinden. Heute war ich etwas später unterwegs als gestern. Man sieht diese kleine Nebelwand nicht nur, man spürt sie am ganzen Körper, wenn man in dieses Gebiet eintaucht. Die kühle Feuchte umschlingt den ganzen Körper und begleitet einen, bis man dieses Arreal wieder verläßt.

 

Am See angekommen ist es ganz anders. Die Luft ist unglaublich klar, genauso wie der See, der ganz ruhig da liegt.

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Ein paar Wasservögel tummeln sich in aller Ruhe hier und Algen säumen das Ufer. Das Grün von der anderen Uferseite spiegelt sich im Wasser, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Hier läßt es sich sehr gut aushalten und entspannen.

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Eile und Hektik oder gar Lärm sind fehl am Platze. Welch ein schöner Start in den Tag!

 

Es sind wie schon in der ganzen Woche um diese Tageszeit sehr viele Walker unterwegs. Oftmals in Gruppen walkend und schwatzend scheinen sie kaum einen Blick für diese Schönheit der Natur zu haben. Ich bleibe immer wieder mal stehen, genieße diesen Augenblick, mache hier und da ein Foto und trabe gemächlich weiter.

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Ich bin froh, dass ich noch frei habe. Später am Nachmittag dürfte es hier schon wieder ganz anders aussehen. Doch schon bald ist meine Runde fast schon wieder vorbei. Nur noch einmal über den holprigen Weg, wo sich die kleinen Nebelschwaden mittlerweile gänzlich der Sonne ergeben haben. Dann noch einmal durch den Wald, wo die Sonnenstrahlen durch die vielen Bäume immer wieder ihren Weg finden.

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Dann ist meine heutige morgendliche Runde auch schon wieder Geschichte. Das Leben kann so schön sein ohne Arbeit!

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Monday, 12. september 2011 1 12 /09 /Sept. /2011 17:29

Nach wie vor ist das Wetter recht wechselhaft. Sonnige und regnerische Tage wechseln sich immer wieder ab und auch die warmen schwülen mit den nicht ganz so warmen.

 

Doch heute gesellt sich auch noch ein recht stürmischer Wind hinzu. Huiii, wie er überall saust und braust, so dass sich die Bäume und Sträucher darin heftigst hin und herwiegen.

 

Der Lauf heute war mit 23 Grad recht warm. Doch der heftige Wind hat die Schwüle weggepustet, so dass es einigermaßen erträglich war. 

 

Blickt man nun in die im Wind tanzenden Bäume, Äste, Blätter und Zweige stellt man fest, sie färben sich nun langsam in herbstliche Töne ein.  Die allerersten werden sogar schon zu Boden gewirbelt. Es sind aber nur vereinzelte. Auf dem Boden findet man aber auch schon reichlich Kastanien und Nüsse. Läuft man an so einer Stelle vorbei,  muss man ein wenig Acht geben, dass man nicht rutscht oder gar umknickt.

 

Und ja, war ich erstmal am See angekommen, nahm der Sturm auch mich ins Visier. Er pustete erst von vorne und der linken Seite, später dann halt von hinten und von rechts her. Die Haare wehen nur so in die jeweilige Richtung, das Laufshirt flattert am Körper. Ja, es ist Herbst geworden, die Menschen bevölkern nun nicht mehr in Massen die Wiesen am See. Es sind nur wenige unterwegs. Die meisten ahnen gar nicht, was sie verpassen, wie es sich anfühlt, wenn der Wind die Wangen umsaust und die Ohren und überhaupt den ganzen Körper. Sie haben nicht den Hauch eine Ahnung davon, wie es ist, wenn er dann von hinten kommt, man die Arme noch ausbreitet und das Gefühl hat, man hebt jeden Moment ab. Es ist herrlich und macht viel Spaß. Kommt er dann von vorne, muss man sich dagegen stemmen und manchmal schwankt man auch ein wenig nach rechts oder links, je nachdem von wo die Böe gerade herkam. Es ist ein wahrer Tanz im Sturm, voller Temperament und Leidenschaft. Das macht Spaß!

 

Der See ist heute alles andere als ruhig. Heute ist kein Spiegelbild hier zu sehen, vielmehr sind da viele kleine Wellen über den ganzen See verteilt immer alle in eine Richtung und in gleicher Intensität. Auch hier wird heftigst getanzt.

 

An manchen Stellen knackt es richtig im Gezweig. Ja, es wird sicher auch viel Bruchholz geben, mindestens. Ein paar der dickeren Äste sind schon vereinzelt am Boden zu sehen. Spontan denke ich bei diesem Anblick an das Lied: Auf die Bäume ihr Affen, der Wald wird gefegt.... Doch das ist ja noch ne ganz andere Jahreszeit.

 

Naja, irgendwann hat jeder Tanz dann auch sein Ende, auch mein heutiger stürmischer Herbsttanz. Mir hat er viel Spaß gemacht. Da draußen wird aber noch immer weiter getanzt, so als wäre die Party noch lange nicht zu Ende.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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