Saturday, 22. october 2011 6 22 /10 /Okt. /2011 11:38

Ich komme aus Rheinhausen. Das ist ein Stadtteil von Duisburg. Das liegt am Rhein und zwar genau da, wo die Ruhr in den Rhein fließt, also an Rhein und Ruhr. Nur von meiner Wohnung bis dort hin ist es doch ein Stück weiter weg. Aber nicht so weit, dass man nicht dort hin laufen kann.

 

Mal wieder, wie sollte es auch anders sein, wenn ich nicht arbeiten muss, ging es früh am Morgen bei mir los. Noch vor 8.00 Uhr ging ich in warmer Laufbekleidung aus dem Hause. Das Thermometer zeigte weniger als 5 Grad an.

 

Zügig lief ich los Richtung Rhein. Nach 3 km war ich endlich da. Ich hatte das Gefühl, vielleicht doch zu warm angezogen zu sein? Die Sonne schien und ein sanfter Wind schob mich von hinten ganz leicht an. Oben auf dem ausgebauten Deichweg lief ich meinen Weg. Die Sonne schien von seitlich hinten. Nach etwas mehr als 5 km erreichte ich die Autobahnbrücke der A40 in Du-Homberg. Hier führt auch ein schmaler Fußweg über den breiten Rhein. Über eine steile Wendeltreppe kam ich da hin. Die Autos brausten alle von vorne in hohem Tempo an mir vorbei. Nach weniger als 1 km hatte ich das dann hinter mir. Nun war ich an der östlichen rechten Rheinseite. Rechts von mir waren Bäume und Büsche, die viel Schatten gaben und links die riesengroßen Rheinwiesen. Ca. 1 km weiter war dann der Rhein-Orange eine große stählerne orange-farbene Plastik. Für alle, die hier vorbei kommen, ob mit Schiff, dem Fahrrad oder zu Fuß ein sicheres Zeichen, dass hier die Ruhr in den Rhein fließt.

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Auf dem obigen Foto ist es links zu sehen, geradeaus die Ruhrorter Brücke die Du-Homberg und Du-Ruhrort verbindet, im Vordergrund ist die Ruhr, die an dieser Stelle in den Rhein fließt.  

Mein Weg führte mich weiter noch ein Stück die Ruhr entlang. Nach fast 10 km musste ich eine stark befahrene Straße an der Ruhrorter Hafenbrücke überqueren. Hier gilt es gut aufzupassen, aufgrund des regen Autoverkehrs. Noch ein Stück die Ruhrorter Straße hoch und dann geht es nach links zur Schleuse der Ruhr hinüber. Hier wirkt die Ruhr für einen Moment recht idyllisch.

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Doch läuft man links den Weg weiter, säumen Gewerbe- und Industriegebiete den Weg und rauben einem die Idylle ein wenig. Daher kehre ich auch bald schon wieder um und laufe den gleichen Weg wieder zurück.

 

Der Weg ist recht abwechslungsreich. Ruhige und belebte Wege wechseln sich ab. Klar, da wo Europas größter Binnenhafen Zuhause ist, der ja ganz in der Nähe der Ruhr ist, ist natürlich jede Menge Verkehr.

 

Doch bald schon bin ich wieder auf dem ruhigeren Stück am Rhein Richtung Autobahnbrücke. Oben drauf ist es natürlich auch nicht gerade ruhig, wenn die vielen Autos an einen vorbeibrausen. Doch da hat man einen herrlichen Ausblick.

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Man kann große Schiffe dort vorbeifahren sehen.

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Oder noch einmal einen Blick auf die rechtsrheinischen Rheinwiesen werfen.

Auf der dann wieder folgenden linksrheinischen Seite nähere ich mich nun wieder meiner Heimat. Ca. 19 km habe ich mittlerweile in den Beinen. Am Rhein entlang nun Richtung Süden weht mir der eiskalte Wind nun von vorne entgegen. Es ist wirklich kalt und ich merke die Müdigkeit in meinem Körper. Nun bin ich wirklich nicht zu warm angezogen. Meine Hände sind eiskalt und steif gefroren.  Ich bin froh, als ich endlich die Rheinstraße erreiche und Schutz vor dem Wind finde.

 

Nach 23,83 km in 3:00,45 h bin ich endlich wieder Zuhause. Das war heute doch deutlich schwerer als noch vor einer Woche. Jedoch war auch die Strecke nicht ganz so einfach eben mit der großen und hohen Rheinbrücke, der Kälte und dem Wind. Aber ich will nicht jammern. Es war mal wieder ein schöner und vor allem recht abwechslungsreicher Lauf und hat mir wieder viel Spaß gemacht.

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Saturday, 15. october 2011 6 15 /10 /Okt. /2011 10:23

Schwups, schon ist wieder eine Woche rum und es ist wieder Wochenende und meine Zeit für einen etwas längeren Lauf.

Das Thermometer zeigt lausige 5 Grad an. Entsprechend warm ziehe ich mich an zum Laufen. Natürlich nicht zu warm, aber eben auch nicht in kurz.

 

Die ersten Schritte draußen sind brrr kalt. Zügig laufe ich los erst durch den Wald, überquere dann die Straße, laufe den holprigen Weg  und dann den Weg am See entlang. Heute geht es mal wieder zu den Feldern hoch. Nach einer knappen halben Stunde bin ich endlich da. Die Sonne, die sich am blauem Himmel zeigen will, tut sich noch schwer. Tief liegt sie und wirft lange Schatten an Stellen, wo sonst im Sommer weit und breit kein Schatten zu ahnen ist. Winzige Sträucher werden im Schattenbild zu viel größeren. Auch mein eigener Schatten, der vor mir her läuft, ist sooo viel größer als ich tatsächlich bin. Die Felder sind kahl, selbst die letzten Maisfelder sind nun leer. Nur noch ein paar letzte Reste von den großen Maispflanzen liegen hier und da auf dem Feld. An manchen Stellen bin ich nicht sicher, ist da schon Rauhreif drauf oder was schimmert da so weiß?  Oder ist es einfach nur die Sonne, die die vergilbten Blätter so hell scheinen läßt? Es ist zwar kalt, ja, aber frostig doch noch nicht.

 

Als ich noch vor ein paar Wochen hier lang lief, war es noch ganz anders. Da stand die Sonne ganz hoch am Himmel und es war mir fast schon zu warm. Und nun hebt sie sich schwer und bleiern ganz hinten am Horizont mühsam empor. Jeder Sonnenstrahl ist mir nun willkommen. Ab und zu kommen mir Menschen entgegen, mal mit Hund und warm eingepackt, einer sogar mit dicken Handschuhen! Dann kommt ein junger Mann mir entgegengelaufen in kurzer Hose.

 

Meine Beine laufen bei dieser Witterung einfach nur leicht und locker und gut. Es macht Spaß die kühle Luft einzuatmen, die Ruhe zu genießen und das Laufen sowieso. Es ist ein wunderschöner Morgen im Herbst, den man gar nicht besser beginnen kann, als mit so einem schönen Lauf.

 

Auf dem Rückweg scheint mir die Sonne nun ins Gesicht. Das tut einfach nur gut. Mittlerweile steht sie nicht mehr ganz so tief und ihre Strahlen wärmen mich ein wenig. Ich freue mich, dass meine Beine wieder einmal so gut laufen. Selbst als ich schon am See entlang laufe, läuft es immer noch richtig gut und ich spüre keinerlei Ermüdungserscheinungen.

 

Nach 2:05,24 h habe ich meinen heutigen Lauf mit einer Distanz von 16,96 km beendet. Es war mal wieder richtig gut. Es hätte sogar noch ein gutes Stück weitergehen können. Vielleicht beim nächsten Mal?!

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Sunday, 9. october 2011 7 09 /10 /Okt. /2011 09:24

Letzte Woche noch liefen alle in kurzer Kleidung draußen herum. Es war weit über 20, sogar über 25 Grad warm, herrlichstes Spätsommerwetter. Doch das hat sich nun geändert. Heute morgen hatten wir hier lausige 5 Grad, immerhin aber trocken. So kramte ich dann zum Laufen nach vielen Monaten mal wieder die etwas dickere Laufkleidung heraus. Ein langärmeliges dickes Laufshirt und eine lange Hose.

 

Die ersten Schritte draußen war ich wirklich sehr froh, dass ich die warmen Sachen an hatte. Ich konnte sie wirklich gut gebrauchen. Ich lief los und heute führte mich mein Weg mal wieder zur Rockeslberghalde am Rhein.

Der Weg führt durch den Volkspark über die Rheinstraße und nach ca. 3 km beginnt der etwa 1000 m lange und 50 m hohe Anstieg.

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Ein teilweise recht grober Kies bildet den Untergrund hier hoch. Links und rechts die herbstlichen Bäume und Sträucher weisen den Weg nach oben.

 

Oben angekommen bieten sich einem schöne Bilder z. B. auf die Brücke der Solidarität:

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Es ist noch früh am Morgen und die Rheinwiesen und das drum herum ist in eine zarte Nebelwolke eingehüllt. Die Sonne zeigt sich in diesem Moment, weshalb ich die Brücke nicht mittig fotografiert habe, da die Sonneneinstrahlung es wohl nicht hätte zustandekommen lassen.

Auf der anderen Seite dann der Blick über Rheinhausen:

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Ganz in der Ferne sieht man den Wasserturm, der Ausgangs- und Endpunkt meiner jeweiligen Läufe ist.

 

Wo es rauf geht, geht es am Ende auch wieder runter, nur runter ist viel schöner und geht daher natürlich auch viel schneller. Eh man sichs versieht, ist man schon wieder unten und es warten noch einmal ca. 3 km Heimweg auf mich.  Die Bewegung an der frischen Luft ist trotz oder vielleicht aus gerade wegen der kühlen Temperaturen eine Wohltat. Ich genieße es und habe meinen Spaß daran.

 

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Wednesday, 5. october 2011 3 05 /10 /Okt. /2011 17:36

Seit gestern ist es wieder so weit. Der Alltag hat mich wieder voll und ganz in seinen großen breiten Armen verschlungen. Man kann sich noch so sehr dagegen wehren. Es nützt nix, er holt einen irgendwann ein und dann ist man wieder voll drin in der Mühle.

 

Wie nach jedem Urlaub, egal wie kurz oder lang er auch immer ist, fällt mir die Arbeit alles andere als leicht. Meine Zimmerkollegin ist nun ein paar Tage nicht da. So war niemand da, der mal irgendwas von meinem Urlaub wissen wollte oder gar, ob es mir gut geht oder vielleicht nicht. Nein, man wird zugeballert mit Arbeit, mit mehr als einem lieb ist und hat zu funktionieren. Ich finde solche Situationen immer ziemlich frustrierend und demotivierend. In erster Linie bin ich doch immer noch Mensch und nicht Maschine und will auch nicht ausschließlich nur funktionieren. Vor allem gestern sehnte ich da natürlich das Arbeitsende und meinen anschließenden Lauf herbei.

 

Gestern wie heute liefen meine Beine erstaunlich gut. Das hatte ich nach anderen Urlauben auch schon anders erlebt. Umso schöner, dass ich das Laufen auch nach dem Dienst so richtig gut genießen konnte. Das Wetter hat sich nun aber ein wenig gewandelt. Der Himmel ist nicht mehr blau sondern grau und die Sonne ist auch nicht mehr zu sehen. Dafür nieselt es ab und zu ein wenig von oben. Aber das macht mir ja nichts aus,sondern ist mir eher recht.

 

Das Laub wird nun immer bunter und so manches fällt auch schon von den Bäumen und Sträuchern herab. Außer mir sind noch einige Läufer und Walker, auch Radfahrer und natürlich Hundeführer unterwegs. Es ist hier mehr Betrieb, als ich vorher dachte. Aber das stört nicht weiter. Nur an einer Stelle war eine größere Gruppe älterer Menschen unterwegs. Als ich an ihnen auf der Wiese im großen Bogen vorbei lief, nahmen sie kaum Notiz von mir, so waren sie in ihren Gesprächen vertieft. Es tat gut, die Leichtigkeit des Laufens genießen zu können.

 

Nur an einer Stelle heute, wo ich noch ca. 1 km den Weg am See entlang zu laufen hatte, stand plötzlich ein Mann mit entblößtem Unterleib im Gestrüp, ein Exhibitionist. Er hatte sich nicht vom Weg abgewandt. Der Anblick, wie er da stand, war ziemlich ekelig. Angst hatte ich keine, aber ich fand diese Situation sehr unangenehm. Ich lief weiter und richtete mein Blick direkt vor meine Füße auf den Weg. Als ein Stück weiter mir ein junger Mann auf dem Fahrrad entgegen kam, hielt ich diesen an und machte ihn auf den "Vorfall" aufmerksam. Er sah auch während seines Weiterradelns noch einmal genau in die Büsche, konnte aber niemanden mehr entdecken. Ein ältere Dame kam mir dann auf dem Fahrrad entgegen. Auch sie hielt ich an und warnte sie vorsichtshalber. Man weiß ja nie und es ist ekelig, so was anzusehen. Sie wählte dann auch einen anderen Weg.

 

Mit den Gedanken bei dieser doofen Szene lief ich den Rest des Weges und war froh, endlich Zuhause zu sein. Man, solche Idioten sind sowas von überflüssig!

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Saturday, 1. october 2011 6 01 /10 /Okt. /2011 10:52

Es ist hier längst kein Geheimnis mehr, dass ich die Morgenläufe ganz besonders gerne mag. Gerade jetzt, wo wir von Petrus so verwöhnt werden sowieso. Heute sollte es mal wieder ein längerer Lauf werden.

 

Noch als es draußen dunkel war, begann ich mit meinen Vorbereitungen dafür: Frühstück einnehmen, Gymnastikprogramm durchziehen, Laufsachen anziehen und los. Es war noch immer nicht richtig hell, doch die ersten Sonnenstrahlen suchten ihren Weg durch die dichten Bäume. Es war herrlich kühl und an manchen Stellen auch wieder ganz leicht nebelig und feucht.

 

Mein Weg führte mich heute mal zum Rhein, erst ein Stück durch die Grünanlage, dann durch den Volkspark, mitten durch die City von Rheinhausen und dann über die Deichstraße schließlich auf den Damm am Deich. Hier gibt es riesengroße Wiesen und Rheinauen, die zu Hochwasserzeiten überschwemmt werden und die Wohngebiete vor den Wassermassen schützen.

 

Meine Beine liefen heute locker und leicht, ich fühlte mich gut und es gab keinerlei Probleme. Oben auf dem Deichkamm waren einige mit ihren Hunden unterwegs. Selten war nur ein Mensch mit einem einzigen Hund unterwegs. Viele hatte zwei, drei oder noch mehr Hunde dabei. Sie waren zum Teil ziemlich groß, aber friedlich und gelassen, als ich an ihnen vorbei trabte. Ja, so ist es recht, so kommen wir miteinander klar. Die Sonne, die nun immer höher stieg, schien von links und leicht hinten. Ich lief bis zur Autobahnbrücke (A40), dann begann der Leinpfad und ein Stück Industriekultur. Der Weg war nun mal gut und mal nicht ganz so gut gepflastert. An einer Stelle war ein großes Containerschiff angedockt und wurde mit einem Wasserschlauch gereinigt. Mittlerweile sind diese Containerschiffe wirklich riesengroß geworden. Ich versuchte mir vorzustellen, wie man wohl früher die Schiffe mit Hilfe von Leinen und Tauen und vermutlich Pferden oder anderen Zugtieren hier entlang zog. Es muss eine wirklich sehr schwere Arbeit gewesen sein.

 

Schon bald hatte der Leinpfad sein Ende und ich musste zur Ruhrorter Brücke hoch, um diese zu überqueren. Auf der anderen Straßenseite ging ein Weg wieder runter zu wieder einmal riesengroßen Rheinauen mit Wald und Grün und einer Ruhe, die sehr wohltuend war. Noch eher ein weiterer km gelaufen war, meine Beine fühlten sich noch immer gut an, lag hier eine große Schafherde. Die meisten Tiere lagen noch ruhig da, es gab hier auch ausreichend Schatten. Ich lief noch ein Stück den holprigen Weg durch die Rheinwiesen und hatte dann auch schon bald bei ca. 11 1/2 km kurz vor Du-Baerl die Hälfte meiner heutigen Strecke erreicht.

 

Ich kehrte um und lief die gleiche Strecke wieder zurück. Nun hatte ich jedoch häufig die Sonne frontal in meinem Gesicht, die Sicht war teilweise dadurch eingeschränkt. Doch heiß war es nicht, sondern gut auszuhalten. Läuft man am Rhein entlang, dem breiten großen Fluß, dann muten die großen Brücken fast schon majestätisch an, wenn man sie von weitem sieht. Nur wenn man ihnen näher kommt und der Lärm der Straßen immer lauter wird, bleibt vom majestätischen nicht mehr viel übrig. Noch einmal über den Deich bis zur Rheinstraße und dann durch den Volkspark wieder nach Hause. Ich bin erstaunt, wie leicht und locker ich die von meinem Garmin angezeigten 23,57 km mittlerweile laufe. 2:58 h war ich heute unterwegs und es hat mal wieder viel Spaß gemacht. :)

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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