Ich komme aus Rheinhausen. Das ist ein Stadtteil von Duisburg. Das liegt am Rhein und zwar genau da, wo die Ruhr in den Rhein fließt, also an Rhein und Ruhr. Nur von meiner Wohnung bis dort hin ist es doch ein Stück weiter weg. Aber nicht so weit, dass man nicht dort hin laufen kann.
Mal wieder, wie sollte es auch anders sein, wenn ich nicht arbeiten muss, ging es früh am Morgen bei mir los. Noch vor 8.00 Uhr ging ich in warmer Laufbekleidung aus dem Hause. Das Thermometer zeigte weniger als 5 Grad an.
Zügig lief ich los Richtung Rhein. Nach 3 km war ich endlich da. Ich hatte das Gefühl, vielleicht doch zu warm angezogen zu sein? Die Sonne schien und ein sanfter Wind schob mich von hinten ganz leicht an. Oben auf dem ausgebauten Deichweg lief ich meinen Weg. Die Sonne schien von seitlich hinten. Nach etwas mehr als 5 km erreichte ich die Autobahnbrücke der A40 in Du-Homberg. Hier führt auch ein schmaler Fußweg über den breiten Rhein. Über eine steile Wendeltreppe kam ich da hin. Die Autos brausten alle von vorne in hohem Tempo an mir vorbei. Nach weniger als 1 km hatte ich das dann hinter mir. Nun war ich an der östlichen rechten Rheinseite. Rechts von mir waren Bäume und Büsche, die viel Schatten gaben und links die riesengroßen Rheinwiesen. Ca. 1 km weiter war dann der Rhein-Orange eine große stählerne orange-farbene Plastik. Für alle, die hier vorbei kommen, ob mit Schiff, dem Fahrrad oder zu Fuß ein sicheres Zeichen, dass hier die Ruhr in den Rhein fließt.
Auf dem obigen Foto ist es links zu sehen, geradeaus die Ruhrorter Brücke die Du-Homberg und Du-Ruhrort verbindet, im Vordergrund ist die Ruhr, die an dieser Stelle in den Rhein fließt.
Mein Weg führte mich weiter noch ein Stück die Ruhr entlang. Nach fast 10 km musste ich eine stark befahrene Straße an der Ruhrorter Hafenbrücke überqueren. Hier gilt es gut aufzupassen, aufgrund des regen Autoverkehrs. Noch ein Stück die Ruhrorter Straße hoch und dann geht es nach links zur Schleuse der Ruhr hinüber. Hier wirkt die Ruhr für einen Moment recht idyllisch.
Doch läuft man links den Weg weiter, säumen Gewerbe- und Industriegebiete den Weg und rauben einem die Idylle ein wenig. Daher kehre ich auch bald schon wieder um und laufe den gleichen Weg wieder zurück.
Der Weg ist recht abwechslungsreich. Ruhige und belebte Wege wechseln sich ab. Klar, da wo Europas größter Binnenhafen Zuhause ist, der ja ganz in der Nähe der Ruhr ist, ist natürlich jede Menge Verkehr.
Doch bald schon bin ich wieder auf dem ruhigeren Stück am Rhein Richtung Autobahnbrücke. Oben drauf ist es natürlich auch nicht gerade ruhig, wenn die vielen Autos an einen vorbeibrausen. Doch da hat man einen herrlichen Ausblick.
Man kann große Schiffe dort vorbeifahren sehen.
Oder noch einmal einen Blick auf die rechtsrheinischen Rheinwiesen werfen.
Auf der dann wieder folgenden linksrheinischen Seite nähere ich mich nun wieder meiner Heimat. Ca. 19 km habe ich mittlerweile in den Beinen. Am Rhein entlang nun Richtung Süden weht mir der eiskalte Wind nun von vorne entgegen. Es ist wirklich kalt und ich merke die Müdigkeit in meinem Körper. Nun bin ich wirklich nicht zu warm angezogen. Meine Hände sind eiskalt und steif gefroren. Ich bin froh, als ich endlich die Rheinstraße erreiche und Schutz vor dem Wind finde.
Nach 23,83 km in 3:00,45 h bin ich endlich wieder Zuhause. Das war heute doch deutlich schwerer als noch vor einer Woche. Jedoch war auch die Strecke nicht ganz so einfach eben mit der großen und hohen Rheinbrücke, der Kälte und dem Wind. Aber ich will nicht jammern. Es war mal wieder ein schöner und vor allem recht abwechslungsreicher Lauf und hat mir wieder viel Spaß gemacht.
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